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Erste Trendbefragung: Vorsprung für Gegnerschaft

Gemäss der ersten im Auftrag der SRG erstellten gfs-Trendbefragung von Anfang Oktober hätten 39 Prozent der teilnahmewilligen Stimmberechtigten bestimmt oder eher für die Selbstbestimmungsinitiative gestimmt. 55 Prozent wären bestimmt oder eher dagegen. Die Gegner der Initiative sind mit einem Vorsprung in den Abstimmungskampf gestartet. Seitens der Teilnahmewilligen wird eine knappe Ablehnung der Initiative erwartet.

Zu Beginn der Kampagnenphase äussern bereits zwei Drittel eine bestimmte Entscheidungsabsicht in die eine oder andere Richtung. Ein Drittel hat sich noch nicht oder nicht abschliessend festgelegt. Der vorläufige Stand der Meinungsbildung ist mittel bis fortgeschritten. Das Konfliktmuster ist primär parteipolitisch geprägt, aber nicht nur. Wählerinnen und Wähler der SVP sind mehrheitlich für die Selbstbestimmungsinitiative. Wählerinnen und Wähler aller anderen Parteien sind mehrheitlich gegen die Initiative, wenn auch unterschiedlich stark. Im Umfeld der FDP und bei Parteiungebundenen gibt es beschränkte Sympathien für die Initiative. Die Meinungsbildung erweist sich in diesen Wählersegmenten als noch wenig fortgeschritten.

Mehrheitlich für die Selbstbestimmungsinitiative äussern sich Regierungsmistrauische Bürgerinnen und Bürgern, tiefe Einkommenschichten (bis zu einem Haushalteinkommen von CHF 5'000) sowie  Personen mit tiefer und mittlerer Schulbildung. Die italienischsprachige Schweiz ist gespalten, die Stimmabsichten liegen im Patt. Die Westschweiz und die Deutschschweiz sind mehrheitlich gegen die Initiative.

Quelle: Erste gfs-Trendstudie im Auftrag der SRG SSR

https://www.gfsbern.ch/de-ch/Detail/vorabstimmungsanalyse-zur-eidg-abstimmung-vom-25-november-2018