GfS-Trendstudie: Hohe Zustimmungsrate von 59 Prozent

Vergangene Woche hätten 59 Prozent der teilnahmewilligen Stimmberechtigten
bestimmt oder eher für die laufende Asylgesetzrevision gestimmt. 30 Prozent
wären dagegen. Die Ja-Seite startet so mit einem Vorsprung von 29 Prozentpunkten
in den Hauptabstimmungskampf.
Die Teilnahmewilligen gehen von einer knappen Annahme der Vorlage am Abstimmungstag
aus. Ihre mittlere Schätzung für den Ja-Anteil beträgt 52 Prozent.
47 Prozent haben eine feste Stimmabsicht; sie sind entweder bestimmt dafür
oder bestimmt dagegen. Unter ihnen überwiegt die Zustimmung mit 33 zu 14
Prozent. Eher entschieden sind weitere 42 Prozent; auch hier führt die Ja-Seite
(26 zu 16%). Teilnahmewillig, aber unschlüssig was sie stimmen sollen, sind
die verbleibenden 11 Prozent.
Die Meinungsbildung ist damit für den Zeitpunkt mässig fortgeschritten. Relevante
Änderungen sind immer noch möglich.
Das Konfliktmuster ist zunächst parteipolitisch bestimmt. Am meisten dafür
sind die Wählenden der SP. Am ehesten dagegen ist die SVP-Basis mit einer
offenen Mehrheit von 49 dafür und 46 dagegen. Parteiungebundene zu 58 Prozent
dafür. Die parteipolitische Polarisierung zwischen SP und SVP als Protagonisten
beträgt damit 23 Prozentpunkte und ist nicht besonders ausgeprägt.
Quelle: Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern, Volksabstimmungsanalyse zur eidg. Abstimmung vom 5. Juni 2016